Energiefahrplan 2030 für Niederösterreich beschlossen

Mit dem Beschluss des Niederösterreichischen Landtags vom 17. November 2011 wurde der "Niederösterreichische Energiefahrplan 2030" verabschiedet. Das Papier markiert die strategischen Leitlinien des Landes zur Entwicklung der Energiegewinnung und -verwendung in Niederösterreich.

„Mit dem Energiefahrplan liegt nun erstmals ein umfassendes Zukunftspapier vor, das mutige Ziele für den Umbau des Energiesystems ebenso wie strategische Leitlinien für den dynamischen Übergang in ein neues Energiezeitalter im Land enthält. Mit dem Beschluss des Fahrplans unterstreicht das Land einmal mehr seine Vorreiterrolle im Bereich der künftigen Versorgung aus erneuerbarer Energie", erklärt dazu Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Kernpunkte der Ambitionen der Landesregierung sind die Steigerung der Energie-Effizienz und der Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen. Das erklärte Ziel sieht hierbei eine Deckung des Strombedarfs durch erneuerbare Energie bis 2015 zu 100% vor. Der Gesamtenergiebedarf soll bis 2020 zu 50% durch nachhaltige Formen der Energiegewinnung bereitgestellt werden. Das Land will durch Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung, aber auch durch neue Regelungen und Investitionsanreize Impulse setzen.

Bekenntnis zum Ausbau von Windkraft

Energiefahrplan

Der Energiefahrplan misst der Windkraft im Energiemix einen bedeutsames Wachstum bei: Die installierte Leistung der Windkraftanlagen soll von derzeit 550 Megawatt1 auf insgesamt 3.200 Megawatt bis zum Jahr 2030 erweitert werden. Mittelfristig soll bis zum Jahr 2020 eine Kapazität von 1.900 Megawatt erreicht werden.

WindLandKraft begrüßt als Betreiber ausdrücklich das klare Bekenntnis des Landes zur erneuerbaren Energie: "Mit dem strategischen Zielrahmen des Landes wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Energiewende in Österreich gesetzt. Die formulierten Ziele sind durchaus mutig, aber angesichts der geschaffenen Rahmenbedingungen aus unserer Sicht realistisch. Eine wichtige Grundvoraussetzung zu deren Erreichung bleibt allerdings ein synchroner Ausbau der Netze. Ein zügiges Vorgehen beim Netzausbau und effiziente Abwicklung von Genehmigungsverfahren sind für den Ausbau alternativer Energieanlagen unerlässlich.", sagt Mag. Gregor Erasim, Geschäftsführer von WindLandKraft.

1) Quelle: IG Windkraft

28.11.2011 19:19
Zurück