Infraschall liegt unter der Wahrnehmungsschwelle

Infraschall ist normaler tieffrequenter Schall

Infraschall ist eine alltägliche Erscheinung. Nahezu bei jedem Schallereignis sind auch Infraschallanteile enthalten, erklärt Ing. Albrecht Gabriel, Geschäftsführer der Novakustik Lärmschutztechnik GmbH. Infraschall ist eigentlich nichts anderes als normaler Schall, allerdings auf einer sehr niedrigen Frequenz (unter 16 - 20 Hertz). Sowohl technische Quellen, wie Motoren, Autos oder Flugzeuge, als auch natürliche Quellen, wie Blätterrauschen, Windböen und Meeresbrandung erzeugen Infraschall. „[...] Der Infraschall von natürlichen Quellen [ist] oft um ein Vielfaches höher, als jener der von Windrädern entsteht“, bemerkt DI (FH) Wolfgang Neuhofer von EWS Consulting.

Selbst im Nahebereich nicht wahrnehmbar

Die Empfindlichkeit des menschlichen Ohres nimmt ab, je tiefer ein Ton ist. Deswegen kann Infraschall vom Menschen nur bei einer sehr hohen Lautstärke (von über 90 dB) wahrgenommen werden. Selbst im Nahbereich von Windrädern (200m) liegt der von ihnen erzeugte Infraschall deutlich unter dieser Wahrnehmungsschwelle (rund 70 dB). Zum Vergleich: Föhnwinde, oder das Abrollgeräusch von PKW- oder LKW-Reifen können auch bei tiefen Frequenzen eine Lautstärke von über 100 dB erreichen. Die Insassen eines fahrenden PKW sind etwa 120 dB ausgesetzt (bei 20 Hertz).

Windkraft ist alles andere als gesundheitsschädlich

„Stand der Wissenschaft ist, dass Infraschall unterhalb der Wahrnehmungsschwelle keine Gesundheitsschäden verursacht“, erklärt Dr. Heinz Fuchsig, Umweltbeauftragter der Österreichischen Ärztekammer. Zudem ersetzt die Windkraft auch die fossilen Kraftwerke, wodurch auch keine Emissionen, wie Feinstaub oder Stickstoffoxide, entstehen. „Mit jedem Windrad werden viele Patienten – vor allem Kinder – vor dem Krankwerden bewahrt“, erklärt Fuchsig weiter.

Vorsorge und Sachlichkeit sind entscheidend

Die in Österreich praktizierten Abstände von Windrädern und Wohnhäusern entsprechen den höchsten Standards weltweit. Die Aufstellung von Windrädern erfolgt nach strengen, vorsorgeorientierten Kriterien, welche es möglich machen, dass bei angrenzenden Wohnhäusern nicht mehr feststellbar ist, ob sich die Windräder drehen oder nicht.

Quelle: IG Windkraft

28.10.2015 15:07
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